Nov 282014
 

Nette Menschen wie du und ich demonstrieren mit ihren Kindern. (Quelle: http://demofueralle.wordpress.com/service/demo-22-nov-14/fotos/)

Wie fühlt man sich als Kind in diesem Alter in so einem Demonstrationszug, umgeben von Polizei und schreiende Gegendemonstranten?

Waren Sie, lieber Leser, als Kind so erzogen, dass Sie keine Fragen stellten, wenn die Eltern Sie zu beunruhigenden Ereignissen mitnahmen? Oder bekamen Sie Erklärungen? Haben die Eltern auf dem Bild den Kindern auf dem Bild erklärt, wogegen sie hier demonstrieren? Wie haben sie das denn wohl erklärt? Wie würden Sie so etwas Ihren Kindern erklären?

Hier ein Flugblatt dieser Demonstration:

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Manche der Kinder auf der Demo können schon lesen. Die Eltern, die hier demonstrieren, und mit ihnen ein paar Hunderttausend deutsche Eltern, glauben das wirklich! Also noch einmal: Wie würden Sie an deren Stelle so etwas Ihren Kindern erklären?

Wollen Politiker der SPD und der GRÜNEN wirklich genau diese „Bildungsziele“ verwirklichen?

In der Drucksache 17/1333 des Niedersächsischen Landtages, 17. Wahlperiode, steht der Antrag dieser Parteien:

Der Landtag beauftragt die Landesregierung:

  1. In die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte werden qualifizierte Angebote aufgenommen, durch die die Lehrkräfte für die Diversität der sexuellen und geschlechtlichen Identitäten sensibilisiert und für den Umgang mit der Vielfalt qualifiziert werden.
  2. Die angemessene Berücksichtigung der Vielfalt sexueller Identitäten wird auch zum Kriterium für die Genehmigung von Schulbüchern. Die Schulbuchverlage sind gefordert, in den Schulbüchern und Materialien für den Sexualkundeunterricht sowie alle anderen Fächer die Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten zu berücksichtigen, angemessen zu behandeln und abzubilden.
  3. Die Kerncurricula aller Klassenstufen sind dahin gehend zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen, dass die Thematisierung der Existenz und Lebenswirklichkeit von Menschen verschiedener sexueller Identitäten hinreichend Berücksichtigung und angemessene Behandlung finden.
  4. Die Schulen werden dabei unterstützt, mit Initiativen wie SchLAu Niedersachsen Schulaufklä- rungsprojekte durchzuführen, die eine Begegnung mit Menschen unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identität ermöglichen. Die Netzwerkarbeit von SchLAu Niedersachsen wird vom Land unterstützt.
  5. Die Schulen werden aufgefordert, sich im Rahmen ihrer Schulprogramme auch mit der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten auseinanderzusetzen.
  6. Die Schulen werden aufgefordert, im Rahmen von Anti-Mobbing-Konzepten auch Konzepte gegen Abwertung und Ausgrenzung gleichgeschlechtlich orientierter, transidentischer oder intersexueller Menschen zu entwickeln. Die Schulen werden dabei unterstützt, sich nach dem Vorbild nordrhein-westfälischer Schulen zu Projektschulen „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ zu entwickeln.

Hier die ganze Drucksache: SexVielf-Nds Sie enthält auch eine sorgfältige Begründung.

Die demonstrierenden Eltern können sich nichts anderes vorstellen, als dass diese Bildungsziele erreicht werden, indem man Kindern Analverkehr und Spermaschlucken beibringt und sie anleitet, das auch zu tun, worauf die Kinder massenhaft liebesunfähig werden und an AIDS erkranken. Diese Eltern haben sich das selbst ausgedacht, denn es steht ja nicht im Antrag. So funktioniert deren Geist. Das ist das Bild, das sie von unserer Regierung, den Parteien und vor allem unseren Lehrern haben. Da sagt niemand: Das ist doch Unsinn! Da fragt niemand: Ist das wirklich gemeint? Da geht man auf die Straße, mit den eigenen Kindern als menschlichem Schutzschild.

Diese Menschen, die auch in Internetforen und Talkshows vertreten sind, machen mir Angst.

Erstens, weil sie so etwas ernsthaft glauben und sich von Gleichgestimmten immer mehr Angst einreden lassen. Mit Argumenten kommt man dagegen nicht mehr an.

Zweitens, weil sie so wenig Vertrauen in Staat und Gesellschaft, vor allem in die Lehrer, haben, dass sie tatsächlich für möglich halten, dass es soweit kommt.

Drittens, weil sie ihrem elterlichen Einfluss auf die eigenen Kinder so schwach finden, dass die Kinder den Faszinationen des Spermaschluckens und des Analverkehrs erliegen würden. Und dass sie diese schwachen Kinder dann auf solche Demonstrationen mitschleppen. Was werden das einmal für Menschen werden?

Viertens fühle ich mich als jemand, der dieses Bildungsanliegen der Parteien unterschreibt, auf Übelste verleumdet durch diese krankhafte Interpretation meines Anliegens durch perverse Gehirne. Bitte lesen Sie das Flugblatt noch einmal. Da steht „genau dies“ wollte ich. Und ich fühle mich hilflos.

 

 

  One Response to “Was sind das für Menschen?”

  1. „Und ich fühle mich hilflos“ genauso geht es mir auch.

    Stirbt denn diese dumpfe Engstirnigkeit nie aus? Obwohl es anderseits erstaunlich ist, welche Fantasie die Menschen entwickeln um ihre Schubladendenken zu untermauern. Ein Schelm wer böses dabei denkt, ob es immer nur bei der Fantasie bleibt.

    Es fällt schon manchmal schwer sich aus der Niedergeschlagenheit wieder herauszuarbeiten, weil dieses Thema nur eines ist, das zeigt, dass Intoleranz und Ignoranz offensichtlich immer noch mehr die Regel statt die Ausnahme ist.

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